Als ich 2009 mein Psychologie-Studium in Trier begann, traf mich zunächst ein Theorie-Schock: Die universitäre Ausbildung fühlte sich total praxisfern an. Schnell merkte ich, dass ich meiner inneren Stimme folgen musste. Trotz gut gemeinter Ratschläge entschied ich mich, meinen eigenen Weg zu gehen. Den Bachelor of Science in Psychologie habe ich abgeschlossen (ein Abbruch stand auch nie zur Debatte), doch ich spürte, dass ein Master oder die Approbation für mich nicht die richtigen Schritte wären.
In den folgenden Jahren habe ich meinen persönlichen Trampelpfad entdeckt und gelernt, dass innere Führung und Eigenverantwortung mittelfristig mehr Freude bringen als der klassische Weg es mir hätte geben können. Mein Kopf war voller Argumente, warum der „richtige“ gesellschaftlich vorgegebene Weg notwendig sei – doch ein Teil von mir wusste: Mein Weg muss zu mir passen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wertvoll es ist, der eigenen inneren Stimme zu vertrauen, auch wenn äußere Erwartungen laut sind.
Aus Neugier habe ich in den letzten Jahren viele Formen geerdeter Spiritualität und Energetik kennengelernt – von Schweitzhütten und Eisbaden über Astropsychologie, Human Design und schamanischen Begleitungen bis hin zu energetischen Heilmethoden, Psychokinesiologie oder auch Ho‘oponopono Ritualen. Diese Erfahrungen haben mein Verständnis vom Menschsein erweitert und vertieft.
Dabei wurde mir immer klarer: Ein erfülltes Leben entsteht nicht durch Konzepte oder Methoden allein, sondern durch die Bereitschaft, dem eigenen (menschlichen) Erleben wirklich zu begegnen – mit allem, was dazugehört. Freude und Lebendigkeit ebenso wie Schmerz, Taubheit, Ambivalenz oder Unsicherheit.
Für mich bedeutet innere Verbundenheit nicht, schwierige Erfahrungen zu vermeiden oder zu „überwinden“, sondern ihnen einen Platz im eigenen Erleben zu geben. Annahme, Integration und Selbstverantwortung bilden für mich die Grundlage innerer Entwicklung.
Die Verbindung aus humanistischer Psychologie und geerdeter Spiritualität oder auch Energetik hat in mir ein tiefes Vertrauen in die Komplexität des Lebens wachsen lassen. Ich habe nicht auf jede Frage eine Antwort – und halte genau darin eine Form von Demut und Offenheit für wesentlich. Ich muss nicht alles erklären können, um dem Leben zu vertrauen.
Heute begleite ich Menschen, die neugierig sind, ihre eigene innere Welt zu erforschen: Gefühle wahrzunehmen, Ressourcen zu entdecken und ihr Leben Schritt für Schritt bewusst zu gestalten.
Ich arbeite prozessorientiert, auf Grundlage humanistisch-psychologischer Beziehungsgestaltung und mit einer Haltung von Präsenz, Wertschätzung und Vertrauen in die innere Weisheit jedes Menschen.